09 Anmeldezahlen für neues Schuljahr / Bonn guter

Über 700 neue Schülerinnen und Schüler werden im kommenden Schuljahr an den fünf Bonner Gesamtschulen anfangen. Über 200 Interessenten erhielten keinen Platz an einer Bonner Gesamtschule. Dazu der schulpolitische Sprecher der CDU-Fraktion Martin Berg und die Sprecherin der Grünen Ratsfraktion Dorothee Paß-Weingartz: „Ca. 1/3 der Kinder, die einen Gesamtschulplatz haben wollten, konnten keinen Platz in der gewünschten Schulform Gesamtschule erhalten. Für all diese in hoher Zahl abgewiesenen Kinder muss jetzt nach Lösungen gesucht werden. Was genau zu unternehmen sein wird, werden CDU und Grüne in Zusammenarbeit mit dem Schulamt klären. Um die genauen Zahlen zu haben, ist aber zunächst das Ende des Anmeldeverfahrens an weiterführenden Schulen abzuwarten. Unter den abgelehnten Kindern sind im Übrigen auch 17 Kinder mit Förderbedarf, die einen Platz im gemeinsamen Unterricht beanspruchten. Diese Kinder muss die Verwaltung jetzt an anderen weiterführenden Schulen unterbringen“

Doch nicht alleine die quantitative Nachfrage regelt die Anzahl von Gesamtschulen, vielmehr ist es auch der gesunde Mix beziehungsweise eine bestimmte Quotenvorgabe vorgeschrieben. Dieser Mix aus Anmeldungen für eine Gesamtschule muss aus einem gesunden Leistungsniveau unterschiedlicher Schülerinnen und Schüler bestehen. Sukzessive bauen die fünf Bonner Gesamtschulen ihr Angebot im Bereich des Gemeinsamen Unterrichts weiter aus. Von den 734 aufgenommenen Kindern werden 59 im Gemeinsamen Unterricht beschult.

Nach der Ratifizierung der EU-Konvention haben Menschen mit Behinderung Anrecht auf eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, dazu gehört insbesondere die Teilhabe am Schulunterricht in Regelschulen. Berg und Paß-Weingartz: “Wir benötigen eine neue Schulentwicklungsplanung, die der inklusiven Schule für alle Kinder Rechnung trägt.“